Hilfe für Familien in schwerer Lage Laufen und Gutes Tun spendet 10.000 Euro für Palliativ-Ambulanz

veröffentlicht am 08/10/2012

Der Benefizlauf am letzten Septemberwochenende in St. Vit hat bereits Tradition.

Zum achten Mal erliefen professionelle und Hobby-Läufer, unterstützt von Sponsoren, Geld für den guten Zweck. Einen Scheck über 10.000 Euro überbrachte der Verein Laufen und Gutes Tun jetzt der ambulanten Palliativversorgung im Kinderhospiz Bethel.

Das ambulante Hospiz-Angebot unterstützen die Sportler aus Rheda-Wiedenbrücker und Umgebung seit dem ersten Startschuss des Benefizlaufes im Jahr 2005. Das Projekt Der Weg nach Hause ermöglicht Familien, die zeitweise im Kinder- und Jugendhospiz Bethel betreut werden, auch zuhause durch Pflegekräfte, Sozialberater und ärzte versorgt zu werden.

Der Verein finanziert die Arbeit hier wesentlich mit, sagte Dr. Norbert Jorch, Oberarzt für Onkologie an der Kinderklinik Bethel.

Bei ihrem Besuch in Bethel ließen sich die Läufer die Arbeit in der ambulanten Palliativversorgung von zwei ärzten und zwei Pflegekräften erklären.

Wir betreuen derzeit etwa 35 Familien aus ganz OWL, deren Kinder an Krebs oder Herzerkrankungen leiden, sagte Jorch.
Neben der medizinischen spiele vor allem die psychologische Beratung eine große Rolle bei ihrer Arbeit, sagte Pflegerin Brigitte Kramer. Darum begleiten wir die Betroffenen auch nach dem Tod der Kinder weiter, helfen auch bei den Vorbereitungen der Beerdigung und vermitteln weitere psychologische Betreuung. Wichtig sei der Kontakt zu regionalen Hospizvereinen, die weitere Hilfe anböten.

Die Beratung und Versorgung zuhause ziehen viele Betroffene häufigen stationären Krankenhausaufenthalten vor. So haben wir auch besser im Blick, wie viel Aufmerksamkeit und Hilfe Familien im Einzelfall benötigen, sagte Kramer. Dass ihr Angebot gefragt ist, merkt das Team an der Rückmeldung der Betroffenen. Die häufigste Momentaufnahme die wir erleben: ,Nur die verstehen, was wir gerade durchmachen, berichtete Kramer.


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