Laufen und Gutes tun 2017 Neue Westfälische

veröffentlicht am 04/09/2017

Rheda-Wiedenbrück. Dass aus einer Idee vor 13 Jahren, einen kleinen Volkslauf in St.Vit zuveranstalten, um mit den Einnahmen und Spenden gezielt die DKMS und dem Kinderhospiz in Bethel zu helfen, mal eines der größten Laufevents in der Region entstehen könnte, dass hätte seinerzeit niemand gedacht. Am vergangenen Samstag fand der Volkslauf zum 13. Mal statt und erfreute sich größter Beliebtheit.

Nicht nur das 977 Sportler sich angemeldet hatten, sondern auch die vielen Zuschauer und Gäste sorgten wieder einmal dafür, dass es ein Event für Jedermann war. Viele Eltern kamen schon am frühen Nachmittag, damit sich ihre Kleinen auf einer Strecke von 85 Metern mit dem Bobby-Car messen konnten, andere kamen, damit ihre Kinder beim Bambini-Lauf – 400 Meter ohne Zeitwertung – erste Erfahrungen im Laufsport sammeln konnten. Während sich die Kleinen von ihrer Anstrengung erholten, machten sich die Schüler warm. Es ging Schlag auf Schlag und alle wurden zuvor von Marion Cordtumeikel bestens aufgewärmt, damit es unterwegs keine Zerrungen gab.

Live-Musik auf dem Festplatz an der Kreisfeuerwehrschule und ein Rahmenprogramm mit Kletterturm, Hüpfburg, VIP-Lounge mit Sekt und leckeren Nudelvariationen aus dem Hause des Unternehmens „Raumfelder“ sorgten für Unterhaltung und Abwechslung. Auch die Foto-Box wurde rege genutzt. Kaffee und Kuchen durften nicht fehlen, so dass auch viele Nichtsportler den Weg nach St. Vit fanden, um gemütlich Kaffee zu trinken.

Cheerleader am Wegesrand, drei Rhythmusbands, die die Läufer motivierten, und abends Live-Musik mit der Gruppe „Touch of Sound“ bei der After-Run- Party sowie eine tolle Showeinlage auf dem Seil mit der Künstlerin Thamar Hampe, die dabei die Geschichte eines Boxers erzählte, begeisterten die Gäste. „Bei uns sieht man viele Menschen, die sonst nicht laufen, oder sich nicht an öffentlichen Läufen beteiligen, weil hier Sieg oder Zeiten keine Rolle spielen, sondern einfach das Dabeisein“, bringt es der Gründer des Laufes, Andreas Post, auf den Punkt.

Er findet es toll, wie sich die Bewohner des Ortes beteiligen, die Straßen mit Fahnen schmücken, eigene Wasserstationen einrichten oder Duschen aufbauen als Erfrischungskick auf der Strecke und die Läufer lautstark anfeuern. „Das macht einfach richtig Laune“, meint er. Schon am Samstag konnte er sagen, dass wieder eine Summe im fünfstelligen Bereich für die DKMS und das Kinderhospiz Bethel sowie auch für unverschuldet in Not geratene Familien gespendet werden kann.

Bürgermeister Theo Mettenborg ließ es sich nicht nehmen ebenfalls seine Laufschuhe anzuziehen und die 4,8 Kilometer Strecke mitzulaufen.

„Diese Veranstaltung lockt ja nahezu zum Mitmachen“

, lobte er das Fest. Er dankte in seiner Begrüßungsansprache allen, die daran beteiligt sind, dass es so gut funktioniert. „Da erkennt man Gemeinschaftsgefühl für den guten Zweck“, so der Bürgermeister, der auf der Strecke insbesondere immer wieder die jüngeren Teilnehmer lobte und anfeuerte.

Die beiden Rollifahrer Steffen und Marvin waren wie in den letzten Jahren wieder dabei und bekamen eine Minute Vorsprung. Die rund 100 ehrenamtlichen Helfer haben schon eine Flatrate auf das erste Septemberwochenende zum Helfen und das ist für alle ganz selbstverständlich, ohne dass sie gefragt werden müssen. In den Dienst der guten Sache stellte sich auch die beiden Massagepraxen Benjamin Borgstädt und Simone Börding. Sie massierten mit vier Masseuren unzählige müde Beine und lockerten verhärtete Muskeln.

Von Waltraud Leskovsek in der NW (Ausgabe 4.September 2017)


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