St. Viter Volkslauf bringt 18.260 Euro für den guten Zweck

veröffentlicht am 06/09/2015

Rheda-Wiedenbrück. Trotz unbeständigem Wetter mit immer wiederkehrenden kleinen und großen Schauern, war auch die elfte Auflage des St. Viter Volkslaufes ein sensationeller Erfolg. Bei den Sportlern gilt die Devise, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung gibt.

Viele empfanden die kühleren Temperaturen angenehmer als das hochsommerliche Wetter im vergangenen Jahr. Unter dem Leitmotto „Laufen und Gutes tun“ hatten sich 1.100 Läuferinnen und Läufer angemeldet. Gestartet sind dann letztendlich 933 kleine und große Sportler.

Am Abend verkündigte der Vorsitzende des Vereins „Laufen und Gutes tun“, dass durch die Startgelder und rund 70 Sponsoren die stolze Summe von 18.260 Euro zusammen gekommen ist, die demnächst für soziale Zwecke gespendet wird. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei „DKMS“ sowie die Palliativpflege Bethel gehört seit Beginn an zu den Nutznießern der Spenden. Schließlich ist der Verein mit einer Gruppe entstanden, die im Jahr 2003 aus aktuellem Anlass eine Typisierungsaktion der DKMS durchgeführt hat.
Die Gruppe blieb auch nach der Aktion bestehen und beschloss 2005, einen Benefizlauf zu veranstalten, um mit den Einnahmen und Spenden gezielt die DKMS und dem Kinderhospiz zu helfen.

Alleine dieser Hintergrund lockt jedes Jahr aufs Neue die Sportler nach St. Vit. Für viele steht dabei das sportliche Ergebnis im Hintergrund. Dabei sein ist alles. Einige Schulen waren mit großen Teams dabei und genossen das Gemeinschaftserlebnis.

Besonders das Rahmenprogramm wird stets gelobt. Riesenrutsche, Hüpfburg, Klettern in schwindelerregender Höhe, zahlreiche Bands, die die Läufer auf der Strecke mit flotten Rhythmen anfeuern, sowie auch Darbietungen machen die Veranstaltung kurzweilig. Nach dem Zehn-Kilometerlauf, der traditionell als letzter Höhepunkt auf dem Plan steht, begeisterte Trialbiker Stefan Schlie die Gäste.

Der dreifache Deutsche Meister im Trial-Bike-Fahren hat zusammen mit einem Kollegen die Zugspitze per Mountainbike erobert und ist auch wieder hinunter gefahren. Wer schon mal auf Deutschland höchsten Gipfel war, kann sich annähernd vorstellen, was für ein Kraftakt das gewesen sein muss. Bei seinen Stunts in St. Vit holte sich der sympathische Sportler immer wieder Menschen aus dem Publikum, um mit ihnen waghalsige Tricks vorzuführen.

Anschließend ging es im kleinen Festzelt weiter. Da es abends noch einmal deutlich kühler wurde als tagsüber, war das mit rotem Teppich ausgekleidete Zelt ein willkommener Ort für die After-Run-Party.

Mit der Bielefelder Live Band „Touch of Sound“, die in St. Vit keine Unbekannten sind – der Kulturverein vitart hatte die Gruppe schon zweimal zu Gast- konnten Sportler und Nichtsportler den Abend bei Sekt, Wein, Cocktails und alkoholfreien Getränken locker ausklingen lassen.

Der Koch Dirk Frankrone verwöhnte die Besucher mit verschiedenen Nudelkreationen, und erstmals gab es in einer Bar Cocktails vom Feinsten. Andreas Post zeigt sich am Abend rundum zufrieden. „Hier merkt man einfach, dass der Sport sich nicht vordrängt, sondern die Gemeinschaft und der gute Gedanke im Vordergrund stehen“, erklärte er. Er dankte den rund 100 Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz, die schon seit Tagen mit dem Aufbau beschäftigt waren und am Samstag dafür Sorge getragen haben, dass alles reibungslos ablief.

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